Aktuelles aus der BI

Am 2.11.2020 hatte die Ahmadiyya Muslim Jamaat Gemeinschaft in Stade zu einer Online Podiumsdebatte zum Thema „Rassismus in der Gesellschaft – Lösungen in der Gesellschaft“ eingeladen – Meike hat dazu für die BI MW einen Beitrag vorbereitet (den Foliensatz findet Ihr hier). Als Nachtrag dazu hat sie an die einladende Gemeinde sowie an die drei anderen Podiumsgäste (Kai Seefried CDU-ML, Kai Koeser SPD-Stade, Prof. Frank Felix Kruse CDU-Stade) das ebenfalls beigefügte Schreiben mit konkreten Handlungsvorschlägen geschickt, weil wir die von den Politikern signalisierte Bereitschaft, sich weiter mit dem Thema beschäftigen zu wollen, für unsere BI Arbeit nutzen wollen. Von Hr. Koeser kam bereits eine positive Rückmeldung, dass er dazu mit uns in Kontakt bleiben möchte – diese Tür steht uns offen – wir können weitere konkrete Anliegen an ihn heran tragen. Herr Seefried hat lediglich sehr allgemein geantwortet.

Anna-Lena Passior, die in Stade bei der kath. Kirche arbeitet und mit der wir schon zu verschiedenen Anlässen gut zusammen arbeiten, hat die Initiative ergriffen, zum Thema Rassismus in LK Stade Aktive zu vernetzen. Dort wird die BI auch vertreten sein und euch berichten, wie es weiter geht. Ein konkreter Handlungsrahmen sollen die Internationalen Tage gegen Rassismus im März nächsten Jahres sein.

Hier übrigens passend zum Thema ein Beitrag von tagesschau.de zum Rasse-Begriff vom 6.11.

Wir haben nun unseren neuen aktualisierten Flyer.

Coronabedingt können auch wir zur Zeit keine Treffen durchführen. Wir werden bekanntgeben, wenn wir uns wieder treffen können.


Praktisches

Wer kann uns informieren zur Situation der Flüchtlinge, die in Stade im Kreiswehrersatzamt untergebracht sind? Werden sie pauschal weiterhin in Quarantäne festgehalten? Wie ist die Situation in anderen Unterkünften? Der Flüchtlingsrat hat in einem ausführlichen Text thematisiert, warum Pauschalquarantänen so problematisch, auch rechtlich, sind und darin auch u.a. auf die Unterkunft in Stade verwiesen. Frage ist, ob dieser Zustand jetzt noch fortbesteht.

Hier der Link zu mehrsprachigen Corona-Informationen. Der Flyer ist aktualisiert.

Im Anhang findet ihr auch den aktuellen mut-newsletter Fremd und Vertraut 11.2020 mit hilfreichen Infos für geflüchtete Menschen und ihre Unterstützer*innen.


Termine (natürlich unter Corona-Vorbehalt)

25.1.2021 in der St. Paulus-Kirche: liest Florence Brokowski-Shekete aus ihrem Buch „Mist, die versteht mich ja! Aus dem Leben einer Schwarzen Deutschen“. Sie ist in Buxtehude aufgewachsen. Anmeldungen an joachimluebbecke@t-online.de

Freitag, den 11.12.2020 um 19:30 Uhr im Stader Museum Schwedenspeicher (Wasser West 39, 21682 Stade)“aaarm und RRREICH – Ohne Empörung sind wir nur Mitläufer“, eine Opera Povera in 3 Akten, aufgeführt vom KünstlerInnenkollektiv M.PöRT, bestehend aus Kristin Kehr und Tristan Jorde, unterstützt durch Lucie Cerveny am Keyboard. Ich-Erzählungen aus unterschiedlichen Zeiten und Ländern werden gelesen und szenisch umgesetzt. Sie sind gewürzt mit Videos und Musik. So entsteht eine musikalische Lesecollage über unsere immer wieder verwirrende und verstörende Gegenwart, die nur durch das Vergangene erklärbar wird. Dafür treffen die kleinen Dinge auf Superreiche, die Passion der Proleten auf Luxus, und unvorstellbares Vermögen auf die Elenden. Die Texte kommen aus alter Zeit, mitten aus der Globalisierung und aus dem Hier und Jetzt. Von Victor Hugo über Hans Fallada bis zu Arundathi Roy. Von Hanns Eisler bis zu Konstantin Wecker. Gesungen, gelesen und gespielt wird in der wachsenden Schere der Ungleichheit hin zum alles entscheidenden Satz: Es gibt nur ganz arme, wenn es ganz reiche Menschen gibt. Der Eintritt ist frei! Anmeldungen mit Namen und Anschrift bitte an diese Mailadresse: rosa-lux@gmx.net.


Hintergründe

United4Rescue informiert: Wir setzen weiter alles daran, unser Bündnisschiff Sea-Watch 4 schnellstmöglich wieder in den Einsatz zu bringen. Sea-Watch hat die angeblichen technischen Mängel behoben und gegen die politisch motivierten Gründe vor dem Verwaltungsgericht in Palermo Widerspruch eingelegt. Parallel haben wir über Kontakte in Italien versucht, das Schiff freizubekommen. Auch der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm hat in einem persönlichen Gespräch mit der italienischen Verkehrsministerin und der Küstenwache die sofortige Freilassung gefordert. Wir hoffen sehr, dass diese Bemühungen bald fruchten und unser Schiff wieder retten kann. Außerdem haben wir ein weiteres Projekt unter Hochdruck vorangetrieben und jetzt eine große Nachricht zu vermelden: WIR SCHICKE NOCH EIN SCHIFF! Und zwar die „SEA-EYE 4“. Schon seit vielen Monaten plant die Rettungsorganisation Sea-Eye e.V. den Kauf eines zweiten, größere Schiffes. Nach vielen Beratungen und einer intensiven Prüfung der Projekt- und Finanzierungspläne haben wir beschlossen, dass United4Rescue sowohl den Schiffskauf finanzieren kann, wie auch maßgeblich den Umbau des neuen Bündnisschiffes ermöglichen soll.

Warum noch ein Schiff? Jedes weitere Schiff rettet Leben. Umso mehr, wenn mit bürokratischen Mitteln laufend versucht wird, diese Hilfe zu verhindern. Die Situation auf dem zentralen Mittelmeer ist nach wie vor verheerend. Fast täglich bekommen wir aktuell Meldungen über tödliche Bootsunglücke. Am 12. November starben innerhalb von 24 Stunden mehr als 100 Menschen – darunter auch Kinder und ein 6 Monate altes Baby. Unter der Überschrift ‚Drowned Requiem‘ sammeln wir nun Spenden für unser zweites Bündnisschiff – und machen mit besonderen Mitteln auf das Sterben im Mittelmeer aufmerksam: Eine dänische Musikgruppe hat für United4Rescue die Europahymne auf dem Grund des Mittelmeers aufgenommen. Beethovens „Ode an die Freude“ wird dadurch zu beklemmenden Unterwasser-Totenmesse. Alle Infos zur Kampagne findet Ihr auf www.wirschickennocheinschiff.de

Und nochmal: Die Staatsanwaltschaft Bremen nimmt jetzt das weitgehende Scheitern ihrer Anklage wegen angeblicher Missstände im Bremer BAMF hin und verzichtet auf Beschwerde gegen die entsprechende Entscheidung des Landgerichts Bremen. Es ist also nochmals bestätigt, dass von einem riesigen sog. „BAMF-Skandal in Bremen“ nicht die Rede sein kann. Wir hätten uns allerdings gewünscht, dass diese Information in gleicher Weise öffentlich gemacht würde wie damals die Vorverurteilungen, die vor 2 Jahren in großer Aufmachung wochenlang durch Fernsehen und Presse gingen.