Newsletter Mai 2022

Liebe Menschen,

vor dem Hintergrund der schrecklichen Kriegssituationen in der Welt schauen wir, wie wir ein klein wenig beitragen können zu mehr Frieden. In diesem Sinne findet Ihr hier Aktuelles aus der BI, Praktisches, Termine und auch Hintergrundinformationen.

Aktuelles aus der BI

· Todesschüsse in Harsefeld: Neben der Anwältin der Familie von Kamal Ibrahim, die Widerspruch gegen die Einstellung des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft eingelegt hat, wird nun noch ein zweites Anwaltsteam für einen weiteren Geschädigten tätig. Diese Anwälte sind spezialisiert auf Menschenrecht und haben Erfahrungen auch bezüglich Klagen vor dem Bundesverfassungsgericht und auch dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Wir hoffen, dass es ggf. zu einer höchstrichterlichen Befassung mit diesem Thema kommen wird. Zusammen mit anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen möchten wir einen Parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu den wiederholten tödlichen Polizeieinsätzen in Niedersachsen sowie auch eine Gedenkveranstaltung zum Jahrestag des Todes von Aman Alizada initiieren. Der Beitrag von Panorama 3 zu diesem Thema einschließlich konkret des Todes von Kamal Ibrahim in Stade wird aller Voraussicht nach am 14.6. um 21 Uhr in NDR 3 gesendet.

· Die BI Menschenwürde besteht in diesem Jahr 10 Jahre. Wir werden dies am 10.9.begehen und dabei einen Rückblick und auch einen Ausblick auf die vor uns liegenden Themen und Herausforderungen vornehmen. Natürlich wird es auch Raum für einen ungezwungenen Austausch in angenehmen Ambiente geben. Näheres zum Programm werden wir demnächst bekanntgeben. Sie alle sind herzlich eingeladen, an diesen Tag mit dabei zu sein.

· Die 8 nagelneuen Fahrräder, die uns gespendet wurden, haben mittlerweile alle ihre glücklichen Besitzer*innen erreicht.

· Unser nächstes Arbeitstreffen findet am 8.6. um 19 Uhr in Buxtehude statt. Bitte anmelden unter bi-menschenwuerde@gmx.de.

Praktisches

· in Buxtehude gibt es jetzt Dienstags und Donnerstags wieder wöchentliche Begegnungscafés in der Bahnhofstr. 9 und vor allem für den Dienstag sucht Hr. Uhlenboom von der Stadtverwaltung, der es gerade organisiert und dort Beratungen anbietet, ziemlich dringend ein oder zwei Personen als Verstärkung, von 9.30 h bis 11 h – hauptsächlich zum Kaffee vorbereiten und Begrüßen der Menschen … es wäre toll, wenn sich in diesem Kreis oder im Kreis Eurer Bekannten und Freund*innen jemand findet, der oder die mit machen könnten – gern auch erstmal für den Anfang für ein paar Wochen, bis sich ein stabiler Kreis findet, wenn Ihr euch nicht langfristig festlegen könnt. Bei Interesse meldet euch einfach gern direkt bei Hr. Uhlenboom – tel. 04161-501-75096

· Anbei erhaltet Ihr die aktuelle Ausgabe des Newsletters „Fremd&Vertraut“ für den Monat Juni. Insbesondere möchte ich hinweisen auf die mehrsprachigen Broschüren zum Thema Schulbildung in Niedersachsen („Mein Kind in der Kindertageseinrichtung“, „Mein Schulalltag“, „Die Eltern als Partner der Schule“ und „Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Übergang von der Grundschule auf eine weiterführende Schule“).

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· Im Anhang findet Ihr einen Spendenaufruf von medico international für die Gruppe GRANICA in Polen, die die verzweifelten Menschen an der Grenze Polen/Belarus unterstützt.

Termine

· Der Beitrag von Panorama 3 zum Thema Polizei und Gewalt einschließlich konkret des Todes von Kamal Ibrahim in Stade wird aller Voraussicht nach am 14.6. um 21 Uhr in NDR 3 gesendet.

Hintergründe

· ProAsyl hat ein Faltblatt herausgebracht: GLEICHE MENSCHEN, GLEICHE RECHTE? Dort wird die dramatische Ungleichbehandlung der Flüchtlinge aus der Ukraine und aus anderen Ländern eindringlich dargestellt: https://www.proasyl.de/material/wir-sind-alle-menschen/. Auch geeignet zum Weiterleiten. Positiv gewendet: Eine humane Flüchtlingspolitik ist erkennbar möglich, wie die Aufnahme der Ukrainer*innen zeigt. Wir dürfen nicht nachlassen, diese Rechte auch für andere geflüchtete Menschen einzufordern. Zum gleichen Thema: https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Gefluechtete-zweiter-Klasse-Vorwuerfe-gegen-Hamburger-Behoerden,afghanen112.html und den Artikel aus DIE ZEIT im Anhang.

· Es ist schier unglaublich, dass Lebensretter*innen vor Gericht gestellt werden und nicht etwa die, die Menschen sehenden Auges ertrinken lassen. Für die Ohren: Kathrin Schmidt von der @IuventaCrew im Podcast von @FleetCivil – über #Seenotrettung und warum sie dafür in diesen Tagen in Italien vor Gericht steht. https://t.co/6gn5GM0qpG

Mit herzlichen Grüßen

Barbara Erhardt-Gessenharter