Newsletter April 2021

Liebe Menschen,
heute bekommt Ihr unseren Newsletter vom April.


Aktuelles aus der BI

Brand in einer Flüchtlingsunterkunft in Buxtehude in der Nacht zu Karfreitag: Die 16 Bewohner:innen sowie eine Familie blieben zum Glück unverletzt, bekamen aber Todesängste und verloren all ihr Hab und Gut. Bis heute gibt es keine Informationen über die Brandursache. Unklar ist weiterhin, ob die Stadt als Trägerin der Unterkunft das Eigentum der Bewohner:innen versichert hat. Wir haben Berichte, dass die ausgebrannten Menschen über mehrere Tage nicht in ihre Zimmer in der Unterkunft durften. Als das endlich möglich war, mussten sie feststellen, dass ihre zurückgelassene Habe (Laptops, Elektrogeräte ...), gestohlen worden waren. Die Menschen hatten kein Geld, teilweise sind sie immer noch ohne Papiere und ohne ihre Kontokarten. Deshalb hat die BI dank einer großzügigen privaten Spende den Brandgeschädigten 2500 € zur Erstbeschaffung der dringend notwendigen zur Verfügung stellen können und auch Lebensmittel eingekauft. Inzwischen sind dank der AWO die Wege zur Ausländerbehörde, zum Jobcenter und Sozialamt in Stade gebahnt, so dass die Menschen übergangsweise Papiere bekommen und an ihre Konten kommen, sich in Stade Vorschüsse abholen und auch Sonderausgaben gelten machen können. Die Kooperation mit der AWO hat hervorragend geklappt.

AfD-Plakat vor der abgebrannten Unterkunft: Der sehr große Plakattext enthält die Aufforderung, Deutschland zu retten - unmittelbar vor der Brandruine. Siehe dazu den

Tageblatt-Artikel
. Es gab am 12.4. sogar einen kurzen Beitrag dazu in Hallo Niedersachsen. Ein Mitglied der BI hat Strafanzeige gestellt und einen Leserbrief verfasst, der hier zu finden ist.

Kirchenasyl: Es ist mittlerweile gelungen, ein Kirchenasyl für die 2 jungen syrischen Männer zu finden, die nach Deutschland geflüchtet sind und die nach Bulgarien bzw. in Rumänien zurückgeschoben werden sollten. Nachdem sie beide in diesen Ländern lebensbedrohliche Situationen erleben mussten, haben sie davor Todesangst. Einer der beiden sagte, als er am Ostersonntag in das Kirchenasyl gehen konnte, dass ihm ein neues Leben geschenkt worden sei – auch ein Ostererlebnis. Wir können dank Spenden deren Frauen und Kindern in Syrien unterstützen, die ansonsten völlig mittellos sein würden.

Präventionsrat Buxtehude wird 20 Jahre. In der Broschüre dazu wird neben anderen Organisationen der BI Menschenwürde ausdrücklich gedankt „ohne sie wäre die Präventionsarbeit in Buxtehude nicht da, wo sie heute ist“.

Unser nächstes Treffen am 4.5. 19 Uhr wird leider wieder online stattfinden müssen.


Praktisches

Die Enquetekommission „Rahmenbedingungen für das ehrenamtliche Engagement verbessern“ des Niedersächsischen Landtags hat eine Onlinebefragung gestartet, um sich ein Bild über die Situation des Ehrenamtes in Niedersachsen zu verschaffen. Vom 16. April bis 28. Mai 2021 haben Interessierte die Möglichkeit, ihre Erfahrungen mit dem ehrenamtlichen Engagement und ihre Ideen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen der ehrenamtliche Arbeit in Niedersachen einzubringen. Die Befragung kann unter folgendem Link erreicht werden.

Karin Lange vom Diakonieverband Stade-Buxtehude kann 10 Vor-Lesekoffer zur Unterstützung in der Integrationsbegleitung zur Verfügung stellen. Es sind jede Menge Bücher, für junge Menschen zwischen 2 -12 Jahren, enthalten. Wer sich interessiert und einen

Lesekoffer
gebrauchen kann, meldet sich einfach bei ihr per Mail.

Hier ist der Newsletter Fremd und Vertraut 4/2021 angehängt, mit einigen wichtigen Infos insbesondere zu Gesundheit und Bildung/Weiterbildung für Mitgrant:innen.


Hintergründe

Die Piraten Niedersachsen haben eine Pressemitteilung zum Fall des in Delmenhorst bei einem Polizeieinsatz zu Tode gekommenen 19-jährigen Irakers. Auch hier wurde trotz sehr großer Fragwürdigkeiten gleich nach dem Vorfall von der Polizeiführung gesagt, es sei ein Unfall gewesen…

Im Anhang findet Ihr die des Verwaltungsgerichts Stuttgart in der Klage Alassa Mfouapon gegen das Land Baden-Württemberg. Er hat dort in wesentlichen Punkten recht bekommen, dass der Polizeieinsatz in der Unterkunft Ellwangen unrechtmäßig war.

Pro Asyl: Dänemark entzieht syrischen Flüchtlingen den Schutzstatus. Schiebt auch Deutschland bald ab? Näheres dazu hier.

Bleibt gesund!
Barbara Erhardt-Gessenharter