Newsletter Januar 2017

Liebe Menschen,
wir wünschen Euch Allen ein gutes Neues Jahr, Kraft für all die auf uns zu kommenden Herausforderungen, Heiterkeit und Humor!


Aktuelles aus der BI

Angesichts einer sehr aufgeheizten Diskussion in der Öffentlichkeit nehmen wir in der BI uns gegenwärtig Zeit, unsere Erfahrungen und Vorstellungen zu geflüchteten Menschen aus den arabisch-muslimischen Kulturkreisen zu diskutieren. Nachdem wir zunächst die uns wichtigen Aspekte zusammen getragen haben, sprechen wir jetzt als Schwerpunkt über den Aspekt der Gewalt: Wie passen unsere Erfahrungen zu den in der Öffentlichkeit/ Politik dargestellten Einschätzungen? Wo müssen wir wachsam sein? Was können wir tun? Ein vertiefendes Interview zum Thema (taz 31.12.2016 / Zum Artikel): Der Soziologe Armin Nassehi schreibt dort über Silvester vor einem Jahr. Er erklärt, warum diese Nacht mehr beeindruckt hat als Terroranschläge. Zusätzlich ein Interview mit dem Kriminologen Christian Pfeiffer zur Kriminalität bei geflüchteten Menschen: Klicken Sie hier

Wir wollen uns jetzt genauer die Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge im Landkreis Stade durch ihre Vormünder anschauen. Uns wurde von Jugendlichen berichtet, dass sie ihren Vormund kaum sprechen können und sie in ihren Belangen höchst unzureichend vertreten werden. Wir sind dabei, diesen Vorwürfen nachzugehen und falls nötig im Sinne der Menschenwürde der Jugendlichen zu intervenieren. Wer Informationen dazu beizutragen hat, gebe bitte Nachricht.

Wir haben anlässlich der Haushaltsberatungen im Namen der BI Menschenwürde an die Fraktionsvorsitzenden im Rat Buxtehude geschrieben, um sie an die Zusagen ihrer Parteien zur Integration der geflüchteten Menschen zu erinnern, die sie anlässlich unserer Podiumsdiskussion am 23.8.16. getätigt haben. Der Brief ist auch an die Presse gegangen. Ihr findet ihn im Anhang.

Das nächste BI-Arbeitstreffen findet am 1.2.2017, 19 Uhr bei uns in der Stader Straße 78, Buxtehude statt. Es wird schwerpunktmäßig um die Weiterführung der Diskussion zu unseren Erfahrungen und der öffentlichen Diskussion zu geflüchteten Männern aus den arabisch-muslimischen Kulturkreisen.


Praktisches

Die AWL-Akademie in Stade hat für geflüchtete Menschen, egal ob schon anerkannt oder nicht, Angebote: einen Kurs zur Kompetenzfeststellung für Migranten /innen sowie die Teilqualifikation „Innerbetrieblicher Transport - Deutsch als Fremdsprache“. Dafür muss der Betroffene sich bei der Arbeitsagentur bzw. beim Jobcenter registrieren lassen und dann einen Gutschein holen. Die Arbeitsagentur ist zuständig, solange der Betroffene noch nicht anerkannt ist. Nach der Anerkennung ist es das Jobcenter (auch für Buxtehuder das Jobcenter Stade). Ich hänge die 2 mir bekannten Maßnahmen an.

Ganz wichtig: In jedem Fall muss nach der Anerkennung sofort eine Anmeldung beim Jobcenter erfolgen, da sonst keine Leistungen gezahlt werden. Dies ist leider nicht allen Betroffenen deutlich genug gemacht worden, sodass sie sich wunderten, warum sie kein Geld mehr bekommen haben.

Formulare verstehbar machen: Im Rahmen des Projekts „Formulare verstehbar machen“ des Vereins Kontakt- und Beratungsstelle für Flüchtlinge und Migrant/innen e. V. (KuB) wurden Anträge etwa zum Asylbewerberleistungsgesetz, Kindergeld, Rundfunkbetrag oder Arbeitslosengeld II in folgende Sprachen übersetzt: Einfache Sprache (deutsch), Arabisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Polnisch, Portugiesisch, Russisch, Spanisch und Türkisch. Die Formulare können kostenlos auf folgender Website des Projekts heruntergeladen werden: Klicken Sie hier

Das BBZ Berlin hat Informationen zu Familiennachzug für Asylsuchende aus Syrien auf Deutsch und Arabisch zusammengestellt. Abgesehen von den Informationen zum Berliner Landesaufnahmeprogramm sind alle Informationen bundesweit relevant. Aber leider ändert sich die Praxis der Botschaften häufig. BBZ: Wir bemühen uns darum, die Infoblätter laufend zu aktualisieren - können das aber nicht immer garantieren. Weitere informationen


Termine

Fortbildung „Rechtliche Situation afghanischer Flüchtlinge“ am 07. Februar 2017 von 10.00-16.00 Uhr, Dorothee-Sölle-Haus, Königstr. 54, 22767 Hamburg. Referent: Björn Stehn (Rechtanwalt). Einladung im Anhang.

Am 17. Februar 2017 wird in Lübeck ein Fachtag für die (Region der) Nordkirche zum Thema „Ausgebremst: Was macht Flucht mit Männlichkeit?“ stattfinden. Dabei steht das Verstehen der Lebenslagen geflüchteter Männer im Vordergrund. InteressentInnen finden den Einladungsflyer im Anhang. Dieses Thema scheint höchstaktuell zu sein. Herr Weiher, Ehrenamtscoach des Diakonieverbands in der Flüchtlingsarbeit im Landkreis Stade, will versuchen, möglichst schnell die gleiche Veranstaltung hier im Landkreis Stade zu organisieren.

Im Rahmen einer gemeinsamen Fachtagung am 23.2.2017 laden das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und das Netzwerk „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ Sie ein, einen Blick auf den Arbeitsmarktzugang von Menschen mit Migrationsgeschichte zu werfen. Im Anhang die Einladung.


Hintergrundinformationen

ver.di-Landesbezirk Hamburg hat eine Heftreihe Argumente statt Parolen zum Download zur Verfügung gestellt. In sechs Heften wird dort auf Standpunkte der AfD, die im Grundsatzprogramm der Partei und Vorschläge von AidA, der Arbeitnehmerorganisation der AfD geäußert wurden, eingegangen. Klicken Sie hier