Newsletter Dezember 2017

Liebe Menschen,

wir haben in unserer BI wieder eine ganze Menge bewegt in diesem Jahr. Dabei denke ich an all das, was die Einzelnen von uns an kleineren und größeren Aktivitäten unternommen haben und damit Menschen helfen konnten. U.a. konnten wir mehreren Familien ermöglichen, wieder zusammenzukommen, jetzt hier zur Ruhe kommen und an einer friedlicheren Zukunft zu arbeiten. Besonders erfreulich war, dass die Familie Fazlijaj/ Bajrami zurückkehren konnte nach Deutschland. Seit 2012 hatten wir uns beharrlich dafür eingesetzt. Schön ist, dass wir mittlerweile auch mehrere geflüchtete Menschen in unserer Gruppe haben, die natürlich einen ganz eigenen Blick auf die drängenden Probleme für geflüchtete Menschen einbringen und damit unsere Arbeit bereichern. Schön und gelungen war die Straßenaktion und das Fest (inhaltlich und kulinarisch) anlässlich unseres 5-jährigen Bestehens. Ich wünsche mir für 2018, dass wir auch weiterhin diese große Bandbreite unserer Arbeit von intensiven Einzelfallhilfen (Deutschunterricht, Begleitungen usw) bis hin zu öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten leisten können.


Aktuelles aus der BI

Nachdem die BI an die bisherigen Sondierer in Berlin einen Brief geschrieben hatte, in dem wir den Familliennachzug auch für subsidiär geschützte Menschen fordern, schreiben wir jetzt auch an die SPD in diesem Sinne.

Des Weiteren setzten wir uns zur Zeit mit einem Fitness-Studio auseinander, das anscheinend einer ganzen Anzahl uns bekannter geflüchteter junger Männer den Eintritt verweigert hat.

Das nächste BI-Arbeitstreffen findet am 6.2.2017, 19 Uhr bei uns in der Stader Straße 78 in Buxtehude statt. Zu diesem Treffen wird auch die neue Integrationsbeauftragte der Hansestadt Buxtehude Frau Burmeister Rudolph kommen, die unsere Arbeit kennenlernen möchte. Wir freuen uns auf den Austausch.


Praktisches

Ein Buchtipp für kurzentschlossene SchenkerInnen: „Beyond Survival“. Flucht, Ankunft, Zukunft. Kinder erzählen ihre Geschichte.

Hier die neu erschienene Broschüre „Migration und Teilhabe“, eine Zusammenstellung der im Landkreis Stade tätigen Akteure mit ihren Aufgabenschwerpunkten und Kontaktdaten im Themenbereich "Migration und Teilhabe".

Das BBZ - Beratungs- und Betreuungszentrum für junge Flüchtlinge und Migrant/innen in Berlin hat einen Leitfaden zur Antragstellung nach § 22 AufenthG (Familiennachzug zu subsidiär Schutzberechtigten in Härtefällen) geschrieben. Den Leitfaden finden Sie hier.

In Niedersachsen ist es für Geflüchtete möglich, in „Härtefällen“ weiterhin vom Jobcenter/Sozialamt finanziert zu werden, wenn sie während der Aufenthaltsgestattung ein Studium beginnen. Die vorherige Finanzierungslücke ist somit erfreulicherweise geschlossen.

Hier Hier finden Sie den letzten Ehrenamts-Newsletters des Diakonieverbands Stade „Vertraut und Fremd November 2017“, der wieder sehr viele praktisch hilfreiche Infos enthält. Besonders hinweisen möchte ich auf die Tabelle zur Anrechnung von Einkommen und Vermögen, wenn geflüchtete Menschen Sozialleistungen beziehen und gleichzeitig arbeiten.


Termine

Hier finden Sie das Programm der Tagung „Sprache – Beruf – Bildung. Junge Geflüchtete in Ausbildung bringen“ vom 5. bis 7. Februar 2018 in der Ev.Akademie Loccum.

Tagung des ZWM in Mainz am 22.02.2018 Zum Thema „Gemeinsam Integration gestalten“. Erfreulich ist, dass zu dieser Tagung auch explizit Geflüchtete eingeladen sind, um über Ihre Erfahrungen und Wünsche zum Thema Studium zu sprechen (Siehe hier). Für studierende Flüchtlinge stehen 20 Teilnahmestipendien von jeweils 150,– Euro zur Verfügung.


Hintergrundinformationen

Im Dezember 2015 hat die Heinrich-Böll-Stiftung auf dem Höhepunkt der Fluchtzuwanderung eine Fachkommission „Perspektiven für eine zukunftsgerichtete und nachhaltige Flüchtlings- und Einwanderungspolitik“ mit ausgewiesenen Fachleuten eingesetzt. Nach nunmehr zweijähriger intensiver Arbeit hat die Kommission politische Handlungsempfehlungen in den verschiedenen Politikfeldern der Flüchtlings-, Einwanderungs- und Integrationspolitik formuliert und diese Woche vorgestellt. Den Abschlussbericht finden Sie hier. Filiz Polat, die auch schon auf einer unserer Veranstaltungen gesprochen hat, hat daran mitgearbeitet.