Kundgebung und Demonstration am 21. und 22. August in Stade

Mit einer Kundgebung und einer Demonstration haben sich Bürger und Bürgerinnen in Stade für Transparenz zu den Umständen der Tötung von Aman Alizada eingesetzt und ein Gerichtsverfahren zur Aufklärung des Geschehens gefordert.

An der Kundgebung am 21.08., zu der die Bi Menschenwürde, Bündnis90/Die Grünen, Die Linke sowie ATTAC aufgerufen hatten, nahmen ca. 90 Menschen teil (innerhalb und außerhalb der Corona-bedingten Eingrenzung des Versammlungsplatzes). Die von der Celler Generalstaatsanwaltschaft erfolgte Zurücküberweisung der Einstellung des Verfahrens an die Stader Staatsanwaltschaft wurde begrüßt. Die Staatsanwaltschaft wurde aufgefordert, das Ansehen der und Vertrauen in die Polizei durch die Übergabe an die Judikative mit dem Ziel der Eröffnung eines Gerichtsverfahrens wieder herzustellen. Die Reden des Niedersächsischen Flüchtlingsrats und der BI Menschenwürde finden Sie hier.

Auch der Protest der ca. 100 bis 130 Jugendlichen am 22. 08. hatte die gleichen Ziele. Aufgerufen hatte die „Initiative Aman“, ein Zusammenschluss verschiedener Jugengruppen. Viele Freunde und Begleiter/innen von Aman waren anwesend. Beeindruckend war die Rede des Bruders von Aman, die als Sprachbotschaft übermittelt wurde. Er gab der Hoffnung Ausdruck, dass mit Hilfe eines transparenten Gerichtsverfahrens Licht in die Abläufe kommen und weitere Tötungen verhindert werden könnten.

Es ist gut zu sehen, dass sich so viele Menschen, quer durch die Altersschichten, für ein transparentes Verfahren und für Gerechtigkeit einsetzen. Genauso begrüßen wir die Stellungnahme des Stader Bürgermeisters, der sich ebenfalls für die Aufklärung der Tötungsumstände durch ein Gerichtsverfahren ausspricht.

Hier ein Bericht des NDR über die Kundgebung