Film – »Gestrandet«

Ein Dokumentarfilm im Kino Harsefeld dazu, wie ein Dorf Flüchtlinge aufnimmt. Mit Diskussion im Anschluss mit Bürgerinitiative Menschenwürde, AK Asyl Harsefeld und betroffenen Flüchtlingen.

Das Jahr 2014 beginnt für die Bewohner von Strackholt mit einer ungewöhnlichen Nachricht: Eine kleine Gruppe eritreischer Flüchtlinge ist in dem 1500-Seelen-Dorf „gestrandet“. 20 km von Aurich, inmitten der ostfriesischen Leere, sollen die Neuankömmlinge den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten. Helmut, ein pensionierter Schuldirektor und Christiane, eine Journalistin nehmen sich der fünf Männer an. Mit Deutschunterricht, Ämtergängen und selbstgebackenem Kuchen versuchen sie, ihnen den Neuanfang in der fremden Umgebung zu erleichtern. Die Flüchtlinge nehmen das Hilfsangebot mit großem Elan an. Doch mit jedem Tag treten neue Konflikte auf, denn die Mühlen der Behörden mahlen langsam und die tägliche Ungewissheit zehrt an den Nerven aller Beteiligten.

Die Presse ist voll des Lobes für den Film, z.B. Der Spiegel: „Wie soll das funktionieren – fünf Eritreer in Ostfriesland? Diese Frage stellte sich Lisei Caspers, als sie an Weihnachten 2013 erfuhr, dass in ihrem Heimatdorf Strackholt nun eine Gruppe afrikanischer Flüchtlinge lebt. Das klang nach einem guten Film und wurde auch einer...”

Und Hamburger Abendblatt: „Wenn eines klar wird nach Lisei Caspers betont unaufgeregtem Dokumentarfilm, dann, dass hier „menschliche Ressourcen” auf allen Seiten sträflich vergeudet werden... Die Stärke von Caspers Film ist, dass man begreift, wie es anders laufen könnte.”

Die Harsefelder Lichtspiele zeigen diesen spannenden Film am Mittwoch, 15.6.2016, um 19.30 auf Anregung der Buxtehuder Bürgerinitiative Menschenwürde und des Arbeitskreises Asyl Harsefeld. Ab 19.00 stellen beide Initiativen ihre Arbeit vor. Im Anschluss an den Film besteht die Möglichkeit einer offenen Diskussion zu den im Film angerissenen Themen. Eintrittskarten wie üblich in den Harsefelder Lichtspielen.